Braucht Führung noch Kontrolle?

 

Kommandieren, kontrollieren, korrigieren – ich kann mich noch gut an den Grundsatz aus meiner Zeit beim Militär erinnern. So funktionierte Führung und auch heute noch führen viele Menschen in Unternehmen nach diesem Prinzip. Insbesondere das Kontrollieren gehört bei einem Grossteil zur Führung dazu. Schliesslich möchte man wissen, was die Mitarbeitenden den ganzen Tag machen, ob sie wirklich ihre Aufgaben erledigen und die geforderten Stunden arbeiten. Doch ist diese Art der Führung noch zeitgemäss?

In Anbetracht des Fachkräftemangels, der vielen unbesetzten Stellen und der Anforderungen der jungen Generationen wird es immer schwerer, gute Mitarbeitende zu finden. Auch die Mitarbeitenden im Unternehmen zu halten, wird zunehmend herausfordernder. Führungskräfte müssen diesen Tatsachen ins Auge blicken und umdenken, denn schlechte Führung ist einer der Hauptgründe, warum Mitarbeitende kündigen.

 

Von der Fach- zur Führungskraft

Oftmals wird eine Person zur Führungskraft, weil sie eine hervorragende Fachkraft ist. Und die meisten bleiben genau dies, ohne sich auf die neue Führungsrolle einzulassen. Sie überwachen, messen und kontrollieren, was in ihrem Verantwortungsgebiet geleistet wird. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf dem Managen von Aufgaben und Mitarbeitenden. Das mag auch lange gut funktioniert haben. Doch in der heutigen Zeit ist diese Art der Führung weder für die Mitarbeitenden noch für die Organisation gewinnbringend oder zukunftsweisend. Die Menschen heute wollen niemanden mehr, der ihnen genau vorschreibt, was sie zu tun haben und jeden der Arbeitsschritte kontrolliert – sie wollen jemanden, der sie anleitet, weiterentwickelt, ihnen vertraut und wenn nötig Hilfestellung gibt. Kurz gesagt: Sie wollen Leader und keine Manager – denn managen können sie selbst.

 

Die Kunst der Führung

Führung ist alles andere als eine leichte Aufgabe. Insbesondere wer 10, 20 oder gar 30 Jahre nach einem festen Prinzip geführt hat, kann nicht von heute auf morgen seine Verhaltensweisen ändern und sich «umprogrammieren». Wurden täglich die Aufgaben kontrolliert, vielleicht sogar überprüft, ob E-Mails richtig geschrieben werden, erfolgte kurz vor Feierabend oder Arbeitsbeginn der Kontrollanruf bei den Mitarbeitenden im Homeoffice, dann fällt es schwer, diese Kontrollmechanismen auszuschalten und loszulassen. Doch Führung ist viel mehr als nur Kontrolle. Führung ist die Kunst, Menschen ein motivierendes Umfeld zu schaffen und zu inspirieren, damit sie ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Es ist die Fähigkeit, Menschen zu überzeugen, sie für eine Sache zu begeistern und sie zum Handeln zu bewegen. Kontrolle und Mikromanagement hingegen führen zum Gegenteil – sie demotivieren und schüren Misstrauen, was die Leistung der Mitarbeitenden hemmt und im schlimmsten Fall dazu führt, dass sie das Unternehmen verlassen.

 

Was zeichnet einen guten Leader aus?

Im Gegensatz zu einer Führungskraft, die ständig darauf bedacht ist, Kontrolle auszuüben, gibt ein Leader Rahmenbedingungen vor und schafft Raum für Lösungen, die seine Mitarbeitenden selbst erarbeiten. Darüber hinaus gibt er nicht den einen Weg vor, sondern lässt verschiedene Ansätze zu. Ein Leader nimmt eine coachende Haltung ein und investiert in die Entwicklung von Selbstführung und Selbstverantwortung seiner Mitarbeitenden. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Weg von der Führungskraft zum Leader steinig ist, Disziplin erfordert und eine tiefe Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit bedarf.

 

Mein Buch „Die neue Leadership-DNA: Prinzipien für einen radikalen Umbau der Führung“ gibt Ihnen wertvolle Impulse, wie Sie Leadership schon heute wirksam für übermorgen gestalten und ein neues Mindset bilden.

Neue Wege gehen und dabei mit und für meine Klienten Hindernisse aus dem Weg zu räumen, dafür stehe ich mit meinem Unternehmen FORAN. Auf meinem Weg wurde ich dabei mit inneren wie äußeren Herausforderungen konfrontiert, doch für mich war immer klar, dass der Weg nur eine Richtung kennt. In der neuen Ausgabe des Personal Brand Magazins nehme ich Sie mit auf meine ganz persönliche Reise.

Nach vielen Jahren in der IT und anschließend im Beratungsunternehmen kristallisierte sich für mich heraus, dass ich dort nichts mehr bewegen konnte. „Dann mach ich’s jetzt selbst“, war für mich die logische Konsequenz. Die Geburtsstunde von FORAN. Es war kein leichtes Unterfangen mitten in der Pandemie ein neues Unternehmen zu gründen und ich fühlte mich auch manchmal wie durch die Waschmaschine gedreht.

Welche Herausforderungen mir auf meinem Weg zum erfolgreichen Unternehmer begegnet sind, können Sie in meinem persönlichen Portrait im neuen Personal Brand Magazin nachlesen: https://www.benschulz-partner.de/services/personal-branding/personal-brand-magazin/detail/immer-weiter-foran-auf-dem-weg-zum-erfolgreichen-unternehmer/

 

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