Der Ausbruch der Pandemie hat Gesundheit zum alles dominierenden Megatrend werden lassen. Gesundheit ist zum Synonym für das gute Leben geworden. Im Berufsalltag sind wir häufig Belastungen ausgesetzt, wie beispielsweise Zeitdruck oder Überforderung, weshalb hier Gesundheitsförderung eine besondere Rolle spielt. Mit der Einführung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement (kurz BGM) werden in einer Organisation gesundheitsförderliche Strukturen und Prozesse geschaffen und die Mitarbeitenden dazu befähigt, eigenverantwortliches und gesundheitsbewusstes Verhalten an den Tag zu legen. Doch was bedeutet das?

Mehr als Yoga-Stunden und Früchtekörbe

Stress am Arbeitsplatz bezeichnet das Ungleichgewicht zwischen Belastungen, mit denen eine Person konfrontiert wird, und den verfügbaren Möglichkeiten zur Stressbewältigung, den Ressourcen. Stehen den Mitarbeitenden zur Bewältigung von Belastungen Ressourcen zur Verfügung, können diese Belastungen massgeblich reduziert werden. Ressourcen können beispielsweise unterstützendes Vorgesetztenverhalten oder allgemeine Wertschätzung sein. Je mehr das Verhältnis zwischen Belastungen und Ressourcen gestört wird, desto häufiger kommt es zu Stress und Ausfällen. Durch die systematische Einführung von BGM können entsprechende Ressourcen geschaffen und Belastungen reduziert werden. Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz bedeutet somit weit mehr als die Einführung von Yoga-Stunden oder die Bereitstellung eines Früchtekorbes.

Nachhaltiger und partizipativer Einführungsprozess

Zunächst geht es darum, die Geschäftsleitung zu sensibilisieren und deren Bereitschaft zu fördern. Sie muss voll und ganz hinter dem Vorgehen stehen. Denn die Einführung von BGM ist kein kurzfristiges Vorhaben. BGM muss als festen Bestandteil der Arbeit und Zusammenarbeit innerhalb einer Organisation verankert werden.

In einem ersten Schritt wird die aktuelle Situation analysiert und die Bedürfnisse der Mitarbeitenden erhoben. Mithilfe dieser Erkenntnisse werden Bereiche mit Handlungsbedarf identifiziert und konkrete Ziele abgeleitet. Die Massnahmen lassen sich schliesslich basierend auf den gesetzten Zielen definieren. Um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess sicherzustellen, sind die Massnahmen regelmässig zu überprüfen. Während des gesamten Prozesses werden die Mitarbeitenden aktiv involviert und Wert auf eine gute Kommunikation gelegt.

Massgeschneiderte Massnahmen

Die originellsten Massnahmen bringen nichts, wenn sie von der Belegschaft nicht getragen werden. Organisationsspezifische Merkmale, wie etwa die Organisationskultur oder die demografische Struktur, beeinflussen den Erfolg der Massnahmen entscheidend. Die Massnahmen sind entsprechend sehr unterschiedlich und reichen von der Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle über die Neukonzeption von Jahresgesprächen bis hin zur Bereitstellung von Firmenfahrrädern. Der Umfang der Massnahmen hängt nicht zuletzt von den Ressourcen ab, welche die Organisation für das BGM bereitstellen möchte und kann.

Menschen befähigen

Sind die Massnahmen definiert, geht es an die detaillierte Planung und Umsetzung. Auch hier spielen die Mitarbeitenden eine Schlüsselrolle. Obschon der Arbeitgeber die Hauptverantwortung für das BGM trägt, lässt sich ohne Engagement, Erfahrung und Kenntnisse der Mitarbeitenden kein erfolgreiches BGM erzielen. Das Ziel von FORAN ist es, Unternehmen auf dem Weg zu einer gesunden Organisation zu begleiten, ihnen die nötige Ausrüstung mit auf den Weg zu geben und die Mitarbeitenden zu befähigen, die Massnahmen selbständig umzusetzen.