medfit in der Vorwärtsbewegung. Interview mit CEO und Gründer Peter Roth

medfit AG ist heute an vier Standorten, in Roggwil, Arbon, St. Gallen und Heerbrugg, als medizinisches Gesundheitszentrum präsent. In den nächsten Jahren möchte sich das Unternehmen vergrössern und sich mit seinen Dienstleistungen im Bereich «gesund werden» in der ganzen Schweiz platzieren.

Lieber Peter, wie kam es, dass du dich an foran gewandt hast?
Ich kenne Roman Büchler seit Jahren und habe mitbekommen, wie er sich mit foran auf eine menschzentrierte Organisationsberatung fokussiert. Durch die neue Auslegeordnung von medfit stand ich vor neuen Herausforderungen. Ich suchte einen Partner, der mich organisatorisch berät, aus der Ostschweiz kommt und dem ich vertraue. Diese Anforderungen erfüllt foran.

Welche Fragen beschäftigen dich heute?
medfit gehört heute zu 65% Investoren und wir planen, schweizweit auf 20 Filialen zu wachsen. In diesem Zusammenhang stellen wir uns die Frage: Passt das, was wir sind, zu dem, was wir als Auftrag bekommen haben? Wie gestalten wir unsere Organisation? Welche Geschäftsleitung bringt medfit in die Zukunft?

Wow. Da ist vieles im Umbruch …
Ja. Es war wichtig, einen Moment innezuhalten und sich Zeit zu nehmen für einen genauen Blick auf alle Beteiligten. In Zusammenarbeit mit foran erstellte jedes Mitglied der GL ein RMP-Profil. Auch Bewerber von aussen nahmen an diesem Assessment teil. Wir erkannten deutlich, wo die intrinsische Motivation jedes Einzelnen liegt.

Welche Erkenntnis ziehst du aus dem RMP?
Es gab kein grosses Aha-Erlebnis. Ich sehe den grossen Mehrwert im Innehalten. Wir haben uns Zeit genommen, um zu sehen, wo jemand steht, was er ist und was ihn antreibt. Dieser Prozess tut gut. Er zeigt, wie wir zusammenpassen, und hilft zu sehen, wo wir nicht ausgeglichen sind. Es bringt nichts, Zeit zu verschwenden, wenn eine Aufgabe nicht aus intrinsischer Motivation angegangen wird.

Was ist daraus entstanden?
Daraus entstand die neue Geschäftsleitung von medfit. Wir wissen, wer wir sind und was wir können. Wir sehen aber auch, was fehlt und wo wir Partner hinzuziehen müssen.

Schärft dieser Blick auf eure Kompetenzen auch den Blick auf eure Marke?
Ganz klar: ja. Wir stellten uns die Frage: Sind wir noch sexy genug für diese Welt? Wie sehen wir im Spiegel aus und wie auf Fotos? Passt das zusammen? In einem Markenworkshop stellten wir unsere Dienstleistungen auf die Probe. Wir wollten von Kunden wissen, wie sie uns wahrnehmen, und erkannten, dass wir unser Angebot verschlanken müssen. Wir fokussieren auf unser Kernbusiness, gehen «back to the roots» und machen das sehr gut – oder sogar besser als alle anderen.

In welchem Prozess steht ihr momentan?
Den Prozess der Markenentwicklung haben wir zur Hälfte hinter uns. Wir arbeiten weiter daran, unsere Marke zu schärfen. medfit ist der Partner dafür, um gesund zu werden. Alle Dienstleistungen, die uns fett und träge machen, wollen wir loswerden. Es gibt genügend gute, strategische Partner, die uns ergänzen können.

Wirst du auch in Zukunft mit foran weitergehen?
Klar. foran ist eine Weiterentwicklung; jemand, der uns befähigt, auf die eigenen Gedanken zu fokussieren. Wir brauchen einen Reiseführer, keinen Reiseveranstalter. Wir veranstalten selber, aber nutzen die Kompetenz von foran, die uns dabei unterstützt, Denkschritte zu machen.