Interview mit Andreas Schwengeler, CEO Creative Software

«Wir machen Komplexes einfach», lautet die Mission der Creativ Software AG mit Sitz im St. Galler Rheintal. Das Unternehmen mit rund 30 Mitarbeitenden ist der führende Schweizer Software-Hersteller für Non-Profit-Organisationen, Verbände, Vereine und Parteien. Wir wollten vom CEO des erfolgreichen Unternehmens wissen, wieso er Beratung durch FORAN in Anspruch genommen hat und was sich dadurch verändert hat.

Wie kam es, dass du dich an FORAN gewendet hast?
Ich wurde neugierig, weil der menschzentrierte, wertneutrale Ansatz von FORAN neu für mich ist. Deshalb habe ich eine Beratung für mich und das ganze Kader angefordert.

Mit welchen Herausforderungen kämpfst du in deiner Position am meisten?
Nun – das ist seit Jahren dasselbe. Vor allem im Kader ist die Arbeitslast enorm hoch und intensiv. Mit dieser Belastung kann ich verhältnismässig gut umgehen. Es gibt aber andere Kadermitglieder, die am Stress beinahe ersticken. Da musste eine Veränderung her.

Wie siehst du dein Team?
Produktivität und Profit hängen von Menschen ab. Mein Team arbeitet gut, wenn sich die Menschen darin wohl fühlen. Dann, wenn Mitarbeitende einer Aufgabe nachgehen, die sie erfüllt, die ihnen entspricht und sie glücklich macht. Das ist mein Ziel. Das möchte ich fördern.

Warst du erstaunt über die Profile deines Teams?
Mich selber habe ich im Reiss Motivation Profile klar wiedererkannt. Auf meine engsten Mitarbeitenden diesen Blick zu erhalten, war enorm bereichernd. Ja – ich war erstaunt. Verschiedene Eigenschaften waren mir nicht so bewusst. Wer braucht besonders Feedback und Bestätigung? Wer ist stresssensibel oder wer braucht klare Rahmenbedingungen? Durch die Reflexion der Profile hat sich gezeigt, dass wir ein Problem damit haben, Aufgaben zu delegieren und Teammitglieder gut nachzunehmen. Vor allem ist mir aber bewusst geworden, dass es gefährlich ist, die eigenen Empfindungen auf andere anzuwenden. Wir sind verschieden. Und jeder ist, so wie er ist, wertvoll.

Was ist nach der Analyse passiert?
Die konkrete praktische Auseinandersetzung mit meinem Team bringt Dinge zum Vorschein, die wichtig sind. Wir reden, analysieren und finden Lösungen. Und ich – nein wir alle – wir lernen, Andersartigkeit als Gewinn zu sehen. Wir sind noch mitten in diesem Prozess, der wohl auch nie zu Ende sein wird.

Beratungsunternehmen gibt es wie Sand am Meer …
… meine Worte. Aber foran ist anders. Mit Roman Büchler hatte ich ein kompetentes, erfahrenes Gegenüber. Ich mag es, wenn Menschen sagen, was sie denken und ansprechen, was richtig und wichtig ist. Egal ob es mir passt oder nicht. Nur dann ist Veränderung möglich. Und nur dann entwickeln wir uns in die richtige Richtung.

Was hat sich verändert?
Wie gesagt sind wir noch mitten in diesem Prozess. Aufgrund der Auseinandersetzung mit den Menschen im Team konnten wir bereits konkrete Massnahmen ableiten, die heute zur Entlastung führen. Mehr noch. Das gegenseitige Verständnis ist gewachsen.

Und wie sieht das praktisch aus?
Praktisch heisst es, dass wir heute erkennen, wo wir handeln müssen. Mitarbeitende im Not-Support, die stresssensibel sind, können dieser Aufgabe nicht konstant nachgehen. Sie brauchen Abwechslung. Und zwar Abwechslung hin zu dem Bereich, an dem sie ihre Stärken ausleben können. Manchmal brauchen Menschen regelmässig Zuspruch und Lob von aussen, manchmal ein komplett neues Arbeitsfeld. Im Kader brauchen wir Ergänzung. Wir wissen, was uns fehlt. Aber das dauert noch. Über allem bleibt unsere Firmenkultur bestehen: Wir investieren in Menschen und gehen Wege mit. Das ist es, was Unternehmensführung spannend und schön macht.

Wirst du auch in Zukunft mit FORAN weitergehen?
Ich denke, gerade dann, wenn ich Positionen neu besetzen werde, möchte ich in der Endphase in diese Beratung investieren. In der Rekrutierung sehe ich grosse Chancen durch das Reiss Motivation Profile. Auch sonst werde ich mit FORAN in Kontakt bleiben, um die weiteren Entwicklungen abzustimmen und Input abzuholen.